Umgang mit Todeswünschen und Suizidalität in der Psychoonkologie – Wie können wir ausreichend schützen und gleichzeitig Autonomie und Selbstbestimmung unterstützen?
Dr. Pola Hahlweg & Dr. Leopold Hentschel
In diesem Workshop werden wir uns gemeinsam mit der komplexen und herausfordernden Frage auseinandersetzen, wie uns eine gute Abgrenzung zwischen akuter Suizidalität und selbstbestimmten Sterbewünschen gelingen kann. Es geht also um Abwägungen zwischen notwendigem Schutz und dem Recht auf Autonomie. Beispielsweise werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wann handelt es sich um akute Eigengefährdung im psychiatrischen Sinne und wir müssen Patient*innen in eine stationäre psychiatrische Versorgung überleiten? Wann sind Wünsche nach einem (assistierten) Suizid als freiverantwortlich zu bewerten und somit keine akute Eigengefährdung aufgrund einer psychischen Störung? Was bedeutet dieses hochaktuelle Spannungsfeld für unsere Arbeit als Psychoonkolog*innen und wie können wir Patient*innen diesbezüglich bestmöglich unterstützen und nicht schaden?
Dr. phil. Pola Hahlweg, Dipl-Psych., M.A.S.
Leiterin der Forschungsgruppe „Patient*innenzentrierte Versorgung: Evaluation und Umsetzung“ am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Psychologische Psychotherapeutin (VT) und Psychoonkologin (WPO), Ethikberaterin im Gesundheitswesen (AEM), Fellow in Bioethics der Harvard Medical School (2023/2024)
Foto: UKE_Axel Kirchhoff
Dr. rer. med. Leopold Hentschel
Diplom-Psychologe, Leiter der Forschungsgruppe Psychoonkologie am NCT/UCC Dresden mit klinischem Schwerpunkt auf der Palliativstation und in der psychoonkologischen Versorgung von Sarkompatient*innen. Er ist Mitverfasser u.a. der S3 (Patienten-) Leitlinie Palliativmedizin sowie Psychoonkologie.
Foto: Susanne Knebel-Scheffler