Die Ulmer Schatzkiste – ein würdezentriertes psychoonkologisches Angebot für junge Eltern am Lebensende

Dr. Sarah Krämer & Dr. Klaus Hönig (Ulm)

Einer würdevollen Gestaltung des eigenen Lebensendes stehen einige Herausforderungen gegenüber, wie Hinfälligkeit, Isolation, Verlust von Sinngehalten und Angst vor dem Tod.

Der Workshop führt in die sinnzentrierte Arbeit der Ulmer Schatzkiste ein, die Eltern minderjähriger Kinder darin unterstützt, sich bis ans Lebensende als bedeutsam, verbunden und „ganz“ zu erleben und dabei etwas Wertvolles und Authentisches von sich an ihre Angehörigen – insbesondere ihre Kinder – weiterzugeben.

Gemeinsam erkunden wir, wie eine wertschätzende behutsam wägende Auseinandersetzung mit existentiellen Belastungen im Rahmen biographischer Reflexion Ängste und Sorgen reduzieren und neue Klarheit bezüglich der eigenen Bedürfnisse und Werte schaffen kann. Erfahren Sie dabei wie die schwerkranken Patientinnen und Patienten aktiv gestaltend befähigt werden, ein multimediales Vermächtnis auf der Basis von Wünschen, Werten und persönliche Botschaften zu hinterlassen – ein Andenken von emotionalem Wert, das ihre Angehörigen über den Tod hinaus begleitet.

Von der Linderung existenzieller Not, dem Erhalt von Autonomie und der Stärkung von Sinngehalten profitieren nicht nur die Patient*innen selbst, sondern auch Angehörige und Behandler*innen – insbesondere in der palliativen Begleitung.

Im Workshop erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die sinnorientierte Arbeit mit Menschen am Lebensende. Ziel ist es, Mut zur Klarheit zu entwickeln und Wege zu finden, wie Menschen ihr Leben – bis zuletzt – im Einklang mit ihrer Würde gestalten können.

Dr. Sarah Krämer und Dr. Klaus Hönig

Dr. med. Sarah Krämer

Ärztin, Psychoonkologin und Projektleitung des psychoonkologischen Angebots Ulmer Schatzkiste

Dr. Klaus Hönig

Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologe und Leiter der Konsiliar- und Liaisonpsychosomatik der Psychoonkologischen Ambulanz und der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Ulm. Beide arbeiten an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm

Foto: Nina Eisele